Wie orientieren sich eigentlich Rettungstaucher*innen unter Wasser? Was haben Namen wie „Christoph“ und „Johannes“ mit Einsätzen bei der DLRG zu tun? Antworten auf diese Fragen und noch vieles mehr konnten die Jugendlichen der Ortsgruppe Durlach am JET-Tag des Bezirks Karlsruhes lernen.
Am Sonntag, den 18. Juli 2026 traf sich das Jugendeinsatzteam (kurz: „JET“) der Ortsgruppe Durlach am Adlernest, um sich mit zwei großen Autos auf den Weg zum Epplesee nach Rheinstetten zu machen. Dort angekommen traf Durlach auf acht weitere Ortsgruppen des Bezirks, welche ebenfalls mit ihren Teams vor Ort waren.
Nach einer kurzen Willkommensrede der Bezirksvorsitzenden konnte das Programm des JET-Tags starten. Mittelpunkt des Tages war eine Olympiade, bei der die „Jetties“ an verschiedenen Stationen ihr Können über Einsatzabläufe und technische Fähigkeiten beweisen durften. Da von der Ortsgruppe Durlach neben Jetties, welche gerade frisch ihr Bronze-Retter Abzeichen bestanden hatten, auch viele erfahrene dabei waren, konnten die Jugendlichen sich gegenseitig viel erklären und unterstützen.
Als erstes ging es für die 11 Jetties zum Einsatzleitwagen (kurz: „ELW“). Dort drehte sich alles um das Thema „Funken“. Zunächst hatten sie die Aufgabe, die verschiedenen Funkrufnamen den Rettungsorganisationen zuzuordnen, was fehlerfrei erledigt wurde. Im Anschluss an eine kurze Einführung in das Funken allgemein teilte sich das Team in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe bekam eine Figur aus Lego, die andere musste diese nachbauen, indem diejenigen, die die Figur vor sich liegen hatten, der anderen Gruppe über Funk erklärten, wie die Figur zusammengebaut war.
Im Anschluss beschäftigte sich die Gruppe mit dem Thema „Tauchen“. Nachdem ein Einsatztaucher der Stadtgruppe die Tauchausrüstung erklärt hatte, demonstrierte er, wie sich Einsatztaucher auch bei schlechter Sicht unter Wasser orientieren können. Das passiert durch sogenannte „Leinenzugzeichen“. Dabei ist der Taucher mit dem „Leinenführer“, welcher außerhalb außerhalb des Wassers steht, mit einem Seil verbunden, sodass die Person unter Wasser sich orientieren kann. Zieht der Leinenführer 2mal am Seil, bedeutet das für den Taucher nach links schwimmen, dreimal bedeutet nach rechts. Diese Tauchsituation wurde simuliert, indem ein Kind die Augen verbunden bekam und von einem weiteren Kind, welches sehen konnte mithilfe der Zugzeichen durch einen Hütchen Parkour geführt werden sollte.
Nach der Mittagspause konnten die Jetties ihr Können bei der Station „Knoten“ beweisen. Da dies bereits vorher im Training und an JET-Abenden geübt wurde, stellte auch das für die Nachwuchsrettungskräfte keine große Herausforderung dar und diese Station konnte ebenfalls mit Bravour abgeschlossen werden. Ein Highlight des Tages war außerdem das Bootfahren, bei dem unter anderem das „Mann-über-Board-Mannöver“ geübt wurde. Nach dem Bootfahren ging es für die Jugendlichen zur Station „Strömungsrettung“, bei der eine Seilzugbrücke aufgebaut war. Normalerweise dient diese Brücke dazu, um bei Flüssen Material von der einen auf die andere Seite zu transportieren. Die Aufgabe für die Jugendlichen bei dieser Station bestand darin, einen Eimer mit Wasser sicher und möglichst schnell mit Hilfe der Brücke auf die andere Seite zu ziehen und den Eimer Wasser dort auszuleeren. Bevor es für alle Teilnehmenden ins Wasser ging, um sich auszutoben und abzukühlen wurde ebenfalls die Station „Rettungsgeräte“ erledigt, bei welcher die „Rettungsleine“, sowie das „Rettungsbrett“ ausprobiert wurden.
Der Tag endete mit der Siegerehrung der Olympiade. Durlach durfte sich über einen sehr guten dritten Platz freuen.